Mein Kunst-Blog zeigt Bilder, die meinen persönlichen sowie künstlerischen Lebensweg widerspiegeln und Auftragsmalerei. Man sieht (hoffentlich) wie viel Liebe zum Detail in meinen Gemälden steckt, egal welches Format. Die themenbezogenen Emotionen des Kunden sollen fest gehalten werden, denn Kunst ist Gefühl. Mein Stil ist vermutlich ein Gemisch aus Realismus, Surrealismus, naiv und/oder plakativ. Bei Fragen oder Interesse gern eine E-Mail schreiben an Jana Weth: jawe85@gmx.de
Freitag, 17. Juni 2011
Samstag, 21. Mai 2011
Das Spiel Gottes (Acryl auf Leinwand, 80x60cm, 2011)
Das Spiel Gottes
Gott ist für mich eine extrem fragwürdige Existenz. Aber wenn an dem dicken Buch, das in seinem Namen als Bibel präsentiert wird, etwas wahres dran ist, dann muss es die Entstehungsgeschichte der Menschen sein: zuerst kam Adam und da dieser nun wirklich nicht die Ästhetik, die in Gottes Kopf doch perfektioniert sein muss, verkörpert, so muss er sich entschieden haben das selbe Modell noch einmal in schön zu produzieren. Und ich persönlich glaube, wenn es einen Gott gibt und wir nach seinem Abbild geschaffen sind, so muss er den Körper einer Frau einnehmen, denn Gott wird doch die Wahl haben, ob er nun menschlich/männlich oder schön/weiblich sein will.
Und das Bild „Das Spiel Gottes“ zeigt, wie sekundär wir in seinem Weltbild oder besser Universalbild erscheinen müssen, denn nur solange, wie es ihm gefällt wird alles im Gleichgewicht umher schweben und sich drehen und damit unsere Existenz sichern.
Sobald ihm das Jonglieren mit den Planeten zu langweilig, zu anstrengen oder einfach zu dumm wird, werden sie fallen und wir mit ihnen. Doch Gott bemüht sich, denn fallen wir, so fällt auch seine menschliche Gestalt.
Also, Ihr Gottesfürchtigen, betet, dass Gott nicht kreativ ist und wird und sich bald eine schönere Gestalt als die der Frau ausdenkt. Denn ein Gott wird doch die Wahl haben, ob er schön/weiblich oder wunderschön sein will- als was auch immer.
Und schafft er neue Kreaturen nach seinem neuen Abbild, wofür braucht er dann uns noch?
Sonntag, 15. Mai 2011
Eiskalt (Acryl auf Leinwand, 60x70cm, 2011)
Eiskalt
Jeder kennt es. Man traut seinen eigenen Gefühlen nicht mehr, weiß nicht, ob sie jemals vorhanden und wenn, ob sie echt waren.
Es kann viele Gründe dafür geben.
Manchmal ist der auslösende Moment einfach schon so lange her, dass er nur noch in Schleiern vor einem liegt und alles was bleibt, ist die Erinnerung an eine berauschende Situation.
Manchmal tritt etwas Neues in unser Leben und lässt alles da gewesen einfach verblassen.
Und manchmal, da endet ein schönes Gefühl mit einem nie da gewesenem Schmerz, der uns glauben lässt, wenn das eine nicht gewesen wäre, würden wir dem anderen entgehen.
Mir geht es so, dass ich oft denke, meine positiven Gefühle seien nur gespielt, als wären sie eine große Lüge vor mir selbst und allen anderen, die mit mir zu tun haben.
Aber so etwas darf man doch nicht tun! Oder?
In solchen Momenten, wo die Zweifel an mir selbst übermächtig werden, möchte ich dieses vermeintlich eiskalte Herz nur noch los werden und in tausend Splitter zerschlagen, damit es niemanden, vor allem mich selbst, nicht mehr täuschen kann.
Trotz dieses Wunsches bleibt die Angst, etwas Wertvolles zu verlieren. Selbst wenn es für immer schlafen sollte. Und es bleibt die Reue, diese Unfähigkeit nicht anders bekämpfen zu können.
Doch die Frage bleibt offen: wäre es ohne nicht doch besser? Und vor allem leichter?
Freitag, 29. April 2011
Freitag, 15. April 2011
Gute und böse Drachen (Acryl auf Leinwand von 2010, 60x80cm)

Gute und böse Drachen
Meine Definition für Drachen ist folgende: sie sind die missverstandensten Lebewesen die jemals existiert haben. Das ging schon in der „guten alten Zeiten“ los, als ach so tapfere Ritter sich auf die Jagd nach ihnen gemacht haben.
Mit welchem Recht und aus welchem Grund? Einfach nur, weil sie groß waren und Feuer spuken konnten und somit eine vermeintliche Gefahr darstellten? Was glaubten die wohl, warum sie die Flammen zu spüren bekommen haben. Doch nur, weil sie die Drachen in ihrem Revier störten und angegriffen haben.
Darum habe ich die Mini-Drachen, die heute noch übrig geblieben sind in meinem Bild „Gute und böse Drachen“ als das dargestellt, was sie meiner Meinung nach sind und schon immer waren: neugierige, gutherzige Wesen, die jedem anderen tief in die Seele blicken können. Ganz im Gegensatz zu den Menschen: sie gucken weg, sobald es Probleme gibt oder anstrengend zu werden droht, rollen mit den Augen und sich dem Gegenüber ja so überlegen!
Besonders wenn es durch sie selber oder andere Umstände völlig bloßgestellt da steht. Sie sind einfach nur ignorant, genervt und kalt.
Drachen, egal welcher Größe und Form, wirken zunächst bedrohlich, aber sie können viel mehr Nähe, Wärme und Geborgenheit geben, als tausende Menschen, die genau das zu vermeiden versuchen. Von denen darf man nur einen weiteren Tritt erwarten, ansonsten wird man noch mehr verletzt, als dieser eine Tritt es tatsächlich vermag.
Überlegenheit und Macht liegt im Auge des Betrachters. Und ich sehe, dass meine kleinen, lieben Drachen meine Gefühle viel positiver beeinflussen, als jeder Mensch das vermag.
Donnerstag, 14. April 2011
(K)ein Platz für meine Gedanken (Acryl auf Leinwand, 2010, 80x60cm)
(K)ein Platz für meine Gedanken
Ich denke, also bin ich.
Bin ich denn wirklich, wenn meine Gedanken nur in meinem Kopf stecken und keinen Weg nach außen finden? Sind meine Gedanken denn wichtig, wenn sie keiner hören will und ist der, der seine Gedanken lauthals kund tut eine stärker, größere, wichtigere Existenz, eine Form des Seins, als ich es bin?
Viele Menschen drängen uns ihre Gedanken und damit ihre Wertvorstellungen quasi auf. Wir können uns ihnen nicht entziehen, denn sie sind überall, starren auf uns herab, machen sich keine Gedanken um uns und meinen trotzdem etwas zu sagen zu haben.
Und schlägst du dir den Kopf ab, um endlich zeigen zu können, was drin steckt, so erwarte nicht, dass jemand auch nur ein Stückchen rutscht, um dir die Chance zu geben, gesehen zu werden.
Du und deine Gedanken, sie werden immer außen vor stehen und in absoluter Stille und Einsamkeit verrotten, ohne dass jemand dir ein Lächeln für deinen Mut, sie frei zu lassen, schenken wird.
Jeder Versuch, den Gedanken Luft zu machen, wird unterdrückt, denn Individualität hat keine Platz im Regal der großen Denker.
Wurzeln der Wüste (Acryl auf Leinwand von 2010, 60x40cm)
Wurzeln der Wüste
Mir hat mal jemand, der mir in einer funktionierenden Welt nahe stehen sollte, gesagt es täte ihm leid, dass ich so entwurzelt sei.
Meine Antwort war dieses Bild. Nur wer einmal entwurzelt wurde kann auch unter den schwersten Bedingungen wachsen und gedeihen und die Maispflanze kann mit ihren Früchten dabei auch noch anderen helfen das Leben zu überstehen.
Mit jedem Schlag, den man übersteht, wird man stärker und irgendwann wächst man über sich selbst hinaus, weiter als man es selbst oder gar andere jemals erwartet hätten.
Keiner kann mir meine Vergangenheit nehmen. Oft habe ich diese Tatsache verflucht, aber heute weiß ich, dass nur sie aus mir machen konnte, was ich inzwischen bin. Manchmal Zweiflerin, manchmal Pionierin, manchmal Opfer, manchmal Heldin, manchmal kriechend, manchmal stützend, aber immer mit einem gewissen Maß an Stolz.
Stolz, immer noch hier zu sein.
Blaue Serie "Schmerz" (Kreide auf Karton von 2010, zw. 15x15 bis 35x30cm)
Blaue Serie „Schmerz“
Zu diesen Bildern gibt es nicht viel zu sagen.
Wichtig war mir auf diesen Bildern darzustellen, wie sehr Schmerz einen bloßstellen kann und egal was man tut, man wird immer mit ihm allein gelassen. Kein Sinn zu beten, zu betteln oder zu flehen, am Ende steht man mit dem Kampf völlig nackt und allein da.
Aber das muss man auch, denn nur der Kampf, den man am Schluss zumindest gefühlt allein gemeistert hat, ist auch ein gewonnener. Mal dauert er lange, mal ewig.
Tröstend soll sein, dass wir uns alle in schmerzhaften Situationen gleich oder ähnlich fühlen, auch wenn die auslösenden Gründe wie eine Klippe auseinander klaffen.
Ich selbst bin mir noch nicht sicher, ob es sich lohnt immer weiter zu kämpfen und zu leiden. Aber ich wünsche es mir.
Ein kluger Freund hat mir einen Spruch geschrieben, den wohl alle leidenden beherzigen sollten und darum möchte ich ihn an dieser Stelle zitieren: > Am Anfang steht Handeln, am Ende steht Glück< und wenn du das Glück noch nicht gefunden hast, dann bist du auch noch nicht am Ende.
(Danke für diese Weisheit Dave!)
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